Über uns:
Wir, das sind Stella (die Besitzerin der Ranch) und meine Angestellten: Saturnino, Mercedes und Dani. Nicht zu vergessen die zwei Kinder von Mercedes: Gonzalo und Edward. Eigentlich sollte jetzt hier die übliche Vorstellung der beiden Besitzer folgen... leider gibt es inzwischen nur mehr einen. Keine Angst; keiner gestorben, keiner verschollen... bloß eine Trennung.
Der Plan war im Mai 2007 gemeinsam mit Jörg nach Paraguay auszuwandern.... Wieso gerade Paraguay, fragt sich jeder.
Hm, gute Frage: ich habe in Österreich als Fahrschullehrerin gearbeitet. Der Job ist sehr stark saisonbestimmt; dh. im Sommer hatte ich nicht mal Zeit zum Lebensmittel einkaufen oder ähnliches. Und in Winter war uns allen langweilig da es kaum Schüler gab. Und im Sommer wollte der Rasen gemäht werden (im Winter, wo ich Zeit gehabt hätte, wuchs der blöde Rasen nicht….). Jörg, mein damaliger Freund, hat das Rasenmähen verweigert („ich hab 38 Jahre lang NIE Rasen gemäht, da werde ich nicht jetzt anfangen...“), also musste eine Lösung her.
Der erste Vorschlag war: Schafe. Mitten in Graz, der Steirischen Landeshauptstadt. Das ging nicht. Schafe stinken, machen Lärm. Also nächster Vorschlag: ein Pferd. Auch dass ging nicht. Ein Pferd allein ist doch einsam, ausreiten konnte ich mitten in Graz auch nicht. Also, nächster Vorschlag: Lamas. Was erst ein Scherz war, hat sich bald zu einer fixen Idee entwickelt.
Nur zu gut kann ich mich an die ersten Reaktionen von Freundinnen erinnern: jaja, sicher... kauf dir ein Lama („die spinnt!!!“) Ca. ein Jahr (und viele Informationen) später hatten wir dann unsere 3 Lamas: Loris, Hermes und Chester.
Also die Verbindung zu Südamerika war hergestellt. Und als dann Auswandern auf dem Plan stand war klar: ein ruhiges, warmes, sicheres Land muss es sein. Gerne eine neue Sprache, da Jörg und ich Englisch schon ganz passabel beherrschten. Jörg ist in dem Sinne genauso verrückt wie ich. Und er ist ein Typ zu Pferde stehlen (wohin mit all den Pferden???). Also im Internet schlau gemacht, schnell ein paar Farmen in Paraguay ausfindig gemacht und ab in den Urlaub um sich alles live anzuschauen.
Und sie kam, wir sahen sie und verliebten uns: in unsere Ranch. Wir hatten zwar abgemacht, sicher NICHT gleich zuzuschlagen, aber es ging nicht anders. So gut hat es uns gleich gefallen. Die Pferde, die Gegend, einfach alles...
Ein halbes Jahr hatten wir Zeit alles vorzubereiten: westernreiten lernen, Spanisch zumindest die Basics, das Haus ausräumen, uns von Freunden, Verwandten verabschieden.
In dem halben Jahr ist dann etwas passiert, womit nicht zu rechnen war: ich hab mich verliebt. Leider nicht in den Mann, mit dem ich zusammen auswandern wollte, sondern in einen Anderen. Leider hat das nicht funktioniert. Zu groß die Entfernung, zu groß die Liebe und zu groß die Probleme, die mit dieser großen Liebe entstanden sind. Wie das halt so ist: die größte Liebe tut am meisten weh, wenn sie nicht funktioniert …
Seit Mai 2007 lebe ich nun hier; am Anfang gemeinsam mit Jörg, seit Anfang 2008 alleine (bewacht von meinen Angestellten und ihren Kindern die bei mir am Grundstück leben und einer immer größer werdenden Schar an Hunden).
Für mich ist mit meinem Leben hier ein Traum in Erfüllung gegangen: viel Natur, Tiere, Freiheit, weniger Stress (zum Thema Stress: bitte fragt mich NIE wieder, was ich den ganzen Tag so mache… es gibt genug zu tun, auch wenn man Angestellte hat!!!)
